Peugeot-Oldtimer-Freunde Rhein-Main

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Der Peugeot 402

feiert seinen 80. Geburtstag

 
 
 
Original Werbeprospekt des Peugeot 402 in deutscher Sprache - Erste Doppelseite
 
 
Der Automobilhersteller Peugeot stellte im Oktober 1935 auf der Automobilausstellung in Paris den 402 vor. Es war in jeder Hinsicht eine Revolution. Seine wellenförmige Linie und sein avantgardistisches Design wurde von den Besuchern mit grossen Augen wohlwollend aufgenommen. Dieser Wagen schien ein Kunstgegenstand, eine Skulptur zu sein und erhielt relativ schnell seinen Beinamen "Ligne Fuseau Sochaux". Dies kann frei mit "Spindelform aus Sochaux" übersetzt werden.

Duch die niedrige Karosserie - bedingt durch die Technik des Chassis Bloctube, die dem Unterboden eine größere Steifigkeit verlieh - erhielt der 402 einen geringeren Bodenabstand. Es ist auch das erste Modell von Peugeot, bei dem die Scheinwerfer ins Fahrzeug integriert sind.

Dieses Design wurde sodann zum Markenzeichen, denn auch die Modellreihen 302 und 202 wurden damit ausgestattet.

 
 
Der 402 beschränkte sich aber nicht nur auf das kühne Design nein dieser Mittelklassewagen verfügte auch über versenkte Türgriffe, eine 12-Volt-Anlage sowie Sicherheitszapfenschlösser. Der Chef der Planungsarbeiten, Louis Dufresne wird bei seinem Innovationsdrang von Jean-Pierre Peueot unterstützt. So erhielt der 402 einen von Alfred Giaugne entwickelten Vierzylinder-Motor mit obenhängenden Ventilen. Es ist ein Motor mit 1.991 cm³ Hubraum.
 
 
Neu ist auch ein 2,3-Liter-Motor mit 55 PS, der mit der schweizer Firma Oberhaeusli ab 1939 - hauptsächlich in Taxen und Transportfahrzeugen verbaut - entwickelt und gebaut wurde. Aber auch die beiden in Paris vorgestellten Peugeot 402 sind revolutionär. Das eine Fahrzeug hat eine von Gaston Fleischel entwickelte Getriebeautomatik, die ihrer Zeit 20 Jahre voraus war und das andere Fahrzeug wies ein von Jean Cotal entwickeltes elektromagnetisches Viergang-Getriebe auf.
Mit dem 402 wurde die Automatik in Frankreich eingeführt, denn 10% der Kunden bestellten solche Fahrzeuge.
 
Foto: Pressestelle Peugeot Deutschland
 
Dieser Wagen wies eine Länge zwischen 4,5m - 5m auf und wog zwischen 1.110 kg und 1.420 kg. Zwischen 1935 bis 1942 wurden rd. 75.000 Fahrzeuge mit bis zu 16 Karosserievariationen angeboten. Dies waren u.a. eine Limousine, das Cabriolet, der Roadster, ein Decouvrable, verschiedene Kombi- und Camionette-Versionen.
 
Nicht zu vergessen ist das legendäre Klappdach-Cabriolet, Eclipse genannt, mit dem von Georges Paulin entwickelten und patentierten versenkbaren Stahldach. Der 402 Eclipse war auf dem Chassis der Familiale-Limousine aufgebaut und war beachtliche 5,30m lang. Dieses Fahrzeug gehörte zu den Luxus-Fahrzeugen, denn sein Preis betrug 1936 34.000 FF und wurde nur auf Bestellung und geleisteter enormen Anzahlung gefertigt. Bei Umrechnung auf die heutige Kaufkraft würde ein solches Automobil heute rd. 150.000 EUR kosten.
 
 
 
 Peugeot 402 Eclipse - Original Peugeot 402 Prospekt in dt. Sprache
 
 
 
 
Wer einmal nachlesen möchte, wie sich die Restaurierung eines Peugeot 402 gestaltet, dem sei die Homepage von Andreas Gemünd ans Herz gelegt. Auf seiner außerordentlich informativen Seite zeigt er die vielen Schritte der Wiederauferstehung seines 402 Coach.
 
 
 
Auch die Homepage unseres Freundes Michael Kreuz möchte ich an dieser Stelle erwähnen. Er hat das Deutschen Peugeot Vorkriegsregisters im Jahr 2000 ins Leben gerufen und feiert in diesem Jahr das 15. Jubiläum! Ziel war und ist es die noch existierenden Peugeot Fahrzeuge, die vor dem 2. Weltkrieg produziert wurden, aufzulisten. Bisweilen hat er über 330 Mitglieder mit weit über 400 Fahrzeugen, darunter auch mehr als 40 Motorräder, gelistet.
 
 
 
 
 

Der Peugeot 402 in seinen schönsten Formen und seiner größten Vielfalt

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