Peugeot-Oldtimer-Freunde Rhein-Main

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Ein Restaurierungsbericht der etwas anderen Art
 

Damals ein Traum.......heute Wirklichkeit

Peugeot 404 Cabrio

   Diese Story wurde dokumentiert von einer von der Oldtimer-Leidenschaft infizierten Ehefrau und Mutter

Nr 4. -  April 2013

Damit unsere Nachbarschaft auch in den Genuss unseres Hobbys kommt, schliff Hugo die Schweißnähte glatt. Am 4. Samstag wurde wieder geschweißt und da mein Kollege langsam das Handtuch werfen wollte, mussten wir in Teamarbeit Druck auf ihn ausüben, damit der Rest in normaler Arbeitszeit erledigt wird.  


 

Ein großes Problem war der Radhausdom vorne links, da das passende Werkzeug nicht mehr vorhanden war.  Mit allen erdenklichen Mitteln musste die Feder zusammengezogen werden, um den  festgerosteten  Federbeinteller zu lösen.  Da jetzt das Rad vorne abmontiert und das Fahrzeug nicht mehr fahrbereit war, bleibt das Cabrio in der Werkstatt.


Der TÜV-Beamte sah sich das Fahrzeug nochmals an und bemängelte noch den Radbremszylinder hinten links und vorne links die Radlager. Nach einer Woche Werkstattaufenthalt waren auch diese Mängel beseitigt. Danach wurde das Auto wieder nach Hause geholt, um den Unterboden fertig zu bearbeiten.

Jetzt ging es wieder los mit der Teilesuche.


Das Schaltgestänge stellte uns vor ein weiteres Problem. Ich telefonierte mir die Finger wund, um an die entsprechenden Ersatzteile zukommen. In Berlin fand ich endlich jemanden, der uns diese Teile besorgen wollte , jetzt warten wir darauf. Bei einem  Oldtimertreffen  in Schlüchtern bot uns ein Oldtimerfreund ein Wappen für den Kühlergrill an, da er aber in der Rhön wohnt, baten wir ihn uns dieses Emblem zu schicken.

Welch eine Freude, zwei Wochen später kam das Wappen per Post incl. wunderschöner  Farbkopien vom 404 Cabrio an. Es gibt zwischendurch auch mal kleine Freuden die uns aufbauen, damit wir nicht bei der vielen Arbeit und den Rückschlägen verzweifeln und die Lust verlieren.

Den 2. Oldtimer 404 Cabrio Freund, den wir in Schlüchtern kennen lernten und der ganz in unserer Nähe wohnt, bescherte uns ein paar Tage später diverse Werkstattunterlagen - die ich kopierte,  Zeitschriften mit 404 Berichten, etlichen Adressen für die  Teilebeschaffung und einen Videofilm mit  404 Werbespots .


In der Zwischenzeit kam ein Anruf von der Sattlerei , die Sitze sind fertig und können abgeholt werden. Wir holten sie von der Sattlerei in Wörth/Main nach Hause und begutachteten die Arbeit.

Die Sitze waren neu aufgepolstert und mit Leder originalgetreu bezogen. Wenngleich uns das antike Leder der alten Sitze doch besser gefallen hatte,  aber leider nicht mehr zu retten war, tröstet uns der Gedanke, dass im Laufe der Jahre die Witterungseinflüsse den Sitzen ihre Patina wiedergeben.

Mit neuem  Elan ging es dann wieder an den Unterboden. Aber wieder das alte Lied, ein Loch zu, drei Löcher auf wo sind meine Männer geblieben??? Bis spät in die Nacht wurde geschliffen,  gereinigt  und versucht, den Unterboden von innen und außen endlich frei zu legen.

Wer schweißt uns jetzt die restlichen Löcher wieder zu ?  Da mein Kollege das Handtuch geworfen hat, musste mein ehemaliger Kollege J. daran glauben. Er hat einen großzügigen Chef , der ihm zum Schweißen seine Werkstatt zur Verfügung stellte. Innerhalb von vier Stunden hatte er das Gröbste geschweißt.

Nach sechs Wochen kam endlich Post aus Berlin, die erwarteten Teile vom Schaltgelenk sind endlich gekommen. Nachdem ich das Paket geöffnet hatte, fand ich nur die bestellten Zierkappen, aber wo waren die Teile für das Schaltgelenk - oh Schreck - hatte er etwa keine mehr, ich fand sie nicht in dem Paket. Nachdem Hugo und Oliver von der Arbeit kamen,  untersuchten sie das Paket genauer und was für ein Glück - sie waren doch dabei, denn was ich für Befestigungsschrauben hielt, waren die Ersatzteile für das Schaltgelenk.

Jetzt aber ab damit zur Werkstatt zum Einbauen, gleichzeitig wurde auch noch der Radbremszylinder hinten links repariert und das Radlager eingestellt.

Jetzt war Probefahrt angesagt, aber, oh mein Gott nicht schon wieder, der 3. Gang ging wieder nicht rein. Große Beratung,, das Ergebnis - „ das Getriebe muss etwas haben!!!“. Also das Getriebe raus, mit Hängen und Würgen oder mit Hammer und Meißel und mehreren festgerosteten und abgerissenen Schrauben war es endlich draußen. Dann  die Bescherung: Der Synchronring zwischen dem 2. u. 3. Gang hatte seinen Geist aufgegeben (mehrmals gebrochen).

Und wieder das Problem, wo bekommen wir dieses Teil her - nirgends !!??!!


 

zum 5. Teil - hier ab am 03. Mai 2013
 

 

Die 12 Teile der Geschichte:

Von Januar - Dezember 2013 an jedem ersten Freitag im Monat ein neuer Teil

1. Teil 2. Teil 3. Teil 4. Teil 5. Teil  6. Teil
7. Teil 8. Teil 9. Teil 10. Teil 11. Teil 12. Teil
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