Peugeot-Oldtimer-Freunde Rhein-Main

Sie sind hier: (Start)...(Unsere Fahrzeuge)...(404)...(Silbernes 404 Cabriolet)...(Restaurierungsbericht)...(Nr. 5 von 12)

Ein Restaurierungsbericht der etwas anderen Art
 

Damals ein Traum.......heute Wirklichkeit

Peugeot 404 Cabrio

   Diese Story wurde dokumentiert von einer von der Oldtimer-Leidenschaft infizierten Ehefrau und Mutter

Nr 5. -  Mai  2013

Aber es gibt Gott sei Dank ein paar Peugeot Oldtimer Spezialisten. Der erste Telefonanruf bei der Fa. B. in Limburg (die  es jetzt leider nicht mehr gibt) lies uns wieder hoffen. Er hatte ein gebrauchtes C 3 Getriebe auf Lager. Wir nichts wie hin und das Teil geholt, unter anderem auch noch einen Wasserschlauch, einen Graphitring für das Ausrücklager und diverse Kleinteile. Zu Hause angekommen wurde das Getriebe gleich ummontiert und gereinigt.

Am Montagmorgen - unser 1. Urlaubstag -  brachten Hugo und Oliver das Getriebe in die Werkstatt, nun ging es erst richtig los. Das Getriebe wurde komplettiert, neu abgedichtet und zusammengebaut, dabei mussten die drei Schrauben vom Krümmer erneuert werden. Beim Einbauen des Getriebes stellten die „Hilfsmonteure“ fest, dass die Glocke des neuen Getriebes nicht passt, also wieder ausbauen und die alte Glocke wieder montieren, dann nach 8 Stunden passte alles - Probefahrt - warum heult der 2. Gang?? alle Anderen funktionieren doch auch problemlos !!
 

Der Werkstattchef meinte, "das schleift sich noch ein", -wir haben ja Gottvertrauen- oder muss das Getriebe noch einmal zerlegt werden ? Aber jetzt wollten wir mit dem Auto erst mal nach Hause. Die roten Nummerschilder wurden montiert und Oliver fuhr das Cabrio mit eigener Kraft nach Hause. Nach dem ganzen Stress - jetzt ist erst einmal Urlaub angesagt ! Erholung an der Nordsee, wirkliche Erholung ??


Nun sitze ich am Strand zwischen den zwei Schraubern und muss mir auch hier die Fachgespräche anhören.  Die Beiden können es kaum erwarten  wieder zu Hause zu sein um an die Arbeit zu gehen, denn es ist ja noch viel zu tun. Nach einer Woche faulenzen am Strand und das bei 35 - 38 ° hatten wir genug und wir fuhren nach Hause,
 

Jetzt ging es dem Kofferraum an den Kragen, eigentlich hatte der  noch den besten Zustand des ganzen Autos. Die Verkleidung kam raus, wurde gereinigt und teilweise erneuert, die Bleche entrostet und grundiert, der Tank lackiert und die Rückwand des Kofferraums mit Leder bezogen.

Wenn nur schon alles so schön aussehen würde wie der Kofferraum , wären wir ein gutes Stück weiter. Dann ging es wieder an den Unterboden, der restliche Unterbodenschutz wurde entfernt, die Radhäuser die noch vollgepumpt waren mit Silikon und Unterbodenschutz wurden ebenfalls gereinigt. Das war eine zeitraubende, mühevolle und schweißtreibende Arbeit bei 32° im Schatten.


Hugo hat in der Zwischenzeit  die Schweißnähte mit Silikon versiegelt ,grundiert und zum Schluss den Unterboden mit Mike Sander Korrossionsschutzfett gesprüht. Leerlauf oder ausruhen gibt es nicht mehr, denn immer wenn Hugo und Oliver vom größten Dreck genug hatten, wurden die ausgebauten Teile gereinigt, teilweise erneuert, bezogen und wieder in der Kellerbar eingelagert.


Die zwischenzeitlichen Versuche der  Teilebeschaffung sind doch manchmal von Erfolg gekrönt, auch wenn es sehr zeitintensiv ist. So die Beschaffung der Faltdachdichtung. Auf der Oldiepräsenta  in Seligenstadt, Ende Juni, starteten wir den ersten Versuch die Dichtung zu bekommen. Herr O. der Profilgummis aller Art anbietet kam bei unserem Problem doch ins schleudern, aber er versprach uns sich darum zu kümmern. Drei Wochen später bekamen wir von ihm die Nachricht, dass er von einem Herrn aus München die gleiche Anfrage von 1992 hatte, ihm aber auch nicht weiterhelfen konnte.

Herr O. gab uns die Telefonnummer damit wir uns mit besagtem Herrn in Verbindung setzen können. Nach mehreren  Telefonanrufen,  inzwischen sind schon wieder zwei Wochen vergangen, hatten ich  den Richtigen an der Strippe. Ein Herr G. aus München meldete sich und wusste sofort über unser Problem Bescheid, er faxte uns seine Rechnung der Fa. Enpi aus Lesigny in Frankreich zu, bei der er damals seinen Profilgummi bekommen hatte. Da wir der französischen Sprache nicht mächtig sind, faxte ich die Bestellung nach Frankreich in der  Hoffnung, dass irgendjemand dort Deutsch versteht.
 

Als sich nach zwei Wochen immer noch nichts getan hatte, rief ich auf gut Glück in Frankreich an, aber der gute Mann verstand leider kein Deutsch. Guter Rat war jetzt teuer, da fiel Hugo ein, dass er eine Französin als Arbeitskollegin hat, die uns den Gefallen tat und in Frankreich bei der Firma Enpi anrief. Von dort wurde uns bestätigt, dass der Gummi seit einer Woche unterwegs wäre, und siehe da, acht Tage später (inzwischen war es Anfang September) kam endlich die Bestellung an.

Oft werde ich von unseren Freunden und Bekannten gefragt ob ich auch tatkräftig mithelfen würde, da meine beiden Männer, mich bei der Dreckarbeit nicht dabei haben wollen, so ist die Teilebeschaffung einer meiner bescheidenen Beiträge, damit der 404 endlich so wird wie wir ihn uns vorstellen.
 

Um nicht jedes Wochenenden unter dem Auto zu verbringen, fuhren wir mit Olivers 404 Limousine zu einer Odenwald-Oldtimer-Rallye  nach Bieberau. Es handelte sich dabei um zwei Ausfahrten mit Geschicklichkeitsprüfungen und fachlichem Wissen. Nach der 1. Fahrt am Morgen lagen wir auf Platz zwei in unserer Klasse und nach der 2. Fahrt am Nachmittag wurden wir von 98 Fahrzeugen - 2. Gesamtsieger - und in unserer Klasse errangen wir den 1. Platz.

 


 

Völlig überrascht, aber überglücklich nahmen wir unsere zwei Pokale entgegen und fuhren nach Hause.

zum 6. Teil - hier ab am 07. Juni 2013
 

 

Die 12 Teile der Geschichte:

Von Januar - Dezember 2013 an jedem ersten Freitag im Monat ein neuer Teil

1. Teil 2. Teil 3. Teil 4. Teil 5. Teil  6. Teil
7. Teil 8. Teil 9. Teil 10. Teil 11. Teil 12. Teil
POF

powered-by-wb Powered by Websitebaker