Peugeot-Oldtimer-Freunde Rhein-Main

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Ein Restaurierungsbericht der etwas anderen Art
 

Damals ein Traum.......heute Wirklichkeit

Peugeot 404 Cabrio

   Diese Story wurde dokumentiert von einer von der Oldtimer-Leidenschaft infizierten Ehefrau und Mutter

Nr 7. - Juli 2013

In der Zwischenzeit hat sich Oliver von seinem alten VW Bus getrennt und hat sich einen guten gebrauchten Campingbus mit AH Kupplung gekauft. Das hat den Vorteil, dass ,um das Cabrio zu transportieren, wir nur noch den Hänger ausleihen müssen. Mit dem neuen Bus als Zugfahrzeug, haben wir das Cabrio vom Sattler abgeholt und in die Werkstatt zurück gebracht.



 

Da stand es nun über eine Woche bis endlich das Getriebe ausgebaut wurde. Hugo und Oliver schauten sich dann das Unglücksteil genauer an und wieder hat es die Synchronringe des 2. u. 3. Ganges zerfetzt. War es das Ergebnis des pfeifenden Geräusches das seit dem Einbau immer zu hören war?? ?
 

Vermutlich ja, keiner der Kfz. -Mechaniker konnte uns genaue Auskunft geben. Jetzt war guter Rat teuer, laut Werkstattbuch braucht man diverse Werkzeuge um das Getriebe zu zerlegen und neu einzustellen. Da die Werkstatt über diese Werkzeuteile nicht verfügte und auch Peugeot in Saarbrücken keinerlei altes Werkzeug mehr hat, stehen wir wieder am Anfang!!
 

Da unser Cabrio nicht so lange in der Werkstatt stehen  konnten, wurde es rollfähig gemacht, auf den Hänger geschoben, festgezurrt um nach Hause transportiert zu werden. Unterwegs wurden Hugo und Oliver durch laute Bremsgeräusche aufmerksam, nach einem Blick in den Rückspiegel sahen sie das Cabrio auf die Straße rollen, es hatte sich durch einen Bremsvorgang (ein Radfahrer nahm ihnen die Vorfahrt) selbstständig gemacht. Der Sicherungshaken hatte sich gelöst und die Befestigungsbänder waren gerissen.

In Windeseile, bei starkem Berufsverkehr und in der Dunkelheit zogen die Beiden das Fahrzeug wieder auf den Hänger.

Beide waren froh, dass die nachfolgenden Fahrzeuge so gut reagiert haben und nichts passiert ist. Zu Hause angekommen, wurde das Auto mit Mühe und Not in die Garage geschoben weil ja die komplette Hinterachse und der Motorblock wegen fehlendem Getriebe nicht mehr miteinander verbunden waren.



Am nächsten Morgen wurde erst einmal Schadensaufnahme gemacht, dazu musste das Auto aufgebockt werden. Zum Glück  war nicht viel passiert , ein paar verbogene Bleche und eine
kleine Delle in der Ölwanne war die Schadensbilanz.

Wir hatten trotz allem sehr viel Glück dabei. Inzwischen ist es Advent und wir sind immer noch nicht sehr viel weitergekommen. Die große Frage jetzt, wer setzt uns das Getriebe instand, kann man es noch reparieren oder brauchen wir doch ein Neues?? Eine alteingesessene Peugeot- Werkstatt in Steinheim bescherte uns kurzzeitig ein Hochgefühl, denn sie verfügte  noch über das gesamte Werkzeug zur Getriebeeinstellung.

Wir fuhren die zwei unvollständigen Getriebe hin, in der Hoffnung, dass  ein Ganzes daraus wird, aber auch diese Hoffnung wurde durch einen Anruf der Werkstatt zunichte gemacht. Es handelt sich dabei um zwei Getriebe mit verschiedenen Herstellungsnummern, die man nicht miteinander austauschen und ergänzen kann. Unser Peugeot-Freund Klaus-Peter mit dem wir deswegen telefonierten, besorgte uns eine weitere Adresse des Peugeot Autohauses in Celle, die sich noch mit alten Fahrzeugen auskennt.
 

In der Zwischenzeit rief Hugo auch in Berlin bei Justus  an, der noch über einige  Peugeot- Teile verfügt. Da er aber in Urlaub ist und erst Anfang Januar 1998 wieder zu erreichen ist, müssen
wir uns bis dahin in Geduld üben. Die Garage bleibt jetzt geschlossen und wir werden erst einmal ruhig Weihnachten und Silvester  feiern.
 

Wenn das Christkind ein  Einsehen mit den Schraubern hätte, würde ein neues Getriebe unter dem Weihnachtsbaum liegen. Leider war dem nicht so, aber dafür bekamen wir am 05. Januar 1998 einen Anruf aus Berlin von Justus, dass er noch neue und gebrauche Getriebe auf Lager hat.

Jubel, Jubel.....
 

Wir entschieden uns kurzfristig für das neues Getriebe für 700 DM, denn mit dem alten Gebrauchten hatten wir ja Pech genug und die Nase gestrichen voll. Dieses ganze Drama wollten wir nicht noch einmal erleben.

Vier Tage später kam mit UPS das ersehnte neue Getriebe. Da es ohne Glocke und Tachowelle kam , wurde das Getriebe  einbaugerecht umgebaut um es zur Werkstatt nach Steinheim zu bringen.


Nur wie bringen wir das Cabrio wieder zur Werkstatt ? Denn Olivers neuer Bus hat zu allem Pech auf der Autobahn seinen Geist (sprich Motor- und Zylinderkopf gerissen) aufgegeben.


Also musste unsere alte Werkstatt in Seligenstadt ihren Peugeot J5 als Zugfahrzeug und den Anhänger zur Verfügung stellen. Damit das Cabrio nicht wieder vom Hänger fallen kann, wurde es dieses mal fünffach gesichert und zur Werkstatt nach Steinheim gefahren.

Da diese Werkstatt noch über das entsprechende Werkzeug verfügt war das Getriebe in zwei Tagen eingebaut und eingestellt. Wir konnten dann das Cabrio mit eigener Kraft nach Hause fahren. Die Hardyscheibe bekamen wir zum austauschen noch mit, da die alte Scheibe gerissen war. Bei mehreren Probeschaltungen zu Hause fing es auf einmal an zu quietschen und das Auto ließ sich nicht mehr fahren. Verdammt, was ist jetzt schon wieder los??? Es konnten nur die Bremsen sein.
Das Auto wurde hochgebockt, die Bremstrommel vorsichtig abgeschlagen, dann sahen wir die Bescherung,, die Radbremszylinder waren total verrostet und saßen fest.
 

Wo bekommen wir diese Teile wieder her?? Jetzt halfen uns unsere gesammelten Adressen von verschiedenen Händler weiter. Ein Anruf bei der Fa. Fischer in Offenbach ließ uns aufatmen, er hatte noch einen Satz auf Lager und den 2. Satz würde er uns besorgen, ein teures Vergnügen! Innerhalb einer Woche war auch der 2. Satz Radbremszylinder da. Doch bevor die zeitaufwendige Arbeit der Bremsen Instandsetzung  los ging, fuhren wir mit dem VW Bus - um den neuen Motor einzufahren - zu den Peugeot-Freunden nach Kamp-Lintford.
 

Dort wurden wir mit Erstaunen begrüßt, denn die Entfernung von Hanau bis dorthin beträgt immerhin 300 km. Vor dem Vereinslokal standen schon einige Peugeot-Oldtimer. Nach einigen informativen Stunden machten wir uns wieder auf die Heimfahrt.  Die nächsten Tage verbrachten Hugo und Oliver bei - 15° in der Garage um die Radbremszylinder auszutauschen, die Excenter gangbar zu machen und die Bremsschläuche zu erneuern.


Alles war festgerostet, da half nur rohe Gewalt und Rostlöser, aber auch diese unvorhergesehene Arbeit hat einmal ein Ende.

zum 8. Teil - hier ab dem 02. August 2013
 

 

Die 12 Teile der Geschichte:

Von Januar - Dezember 2013 an jedem ersten Freitag im Monat ein neuer Teil

1. Teil 2. Teil 3. Teil 4. Teil 5. Teil  6. Teil
7. Teil 8. Teil 9. Teil 10. Teil 11. Teil 12. Teil
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