Peugeot-Oldtimer-Freunde Rhein-Main

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Ein Restaurierungsbericht der etwas anderen Art
 

Damals ein Traum.......heute Wirklichkeit

Peugeot 404 Cabrio

   Diese Story wurde dokumentiert von einer von der Oldtimer-Leidenschaft infizierten Ehefrau und Mutter

Nr 9. - September 2013

Da mussten wir doch erst einmal schlucken, denn wir hatten noch ein anderes Angebot zwischen DM 4000. -- und  DM 5 000, -- DM das aber nicht die Schweißarbeiten beinhaltete. Nach zwei Tagen Bedenkzeit entschlossen wir uns in den sauren Apfel zu beißen und dem Lackierer mit dem höheren Kostenvoranschlag den  Auftrag zu erteilen, da wir von seiner  fachlichen Qualifikation doch mehr überzeugt waren. Hoffentlich liegen wir da richtig, es wird sich weisen.



Am Mittwoch dem 18.März 1998 wurde unser Cabrio von der Fa. A. aus Aschaffenburg abgeholt. Hugo und Oliver fuhren hinterher um  an Ort und Stelle mit dem Chef alles noch mal abzuklären. Da kam der dicke Hammer, der Chef der Firma der sich das Auto nochmal gründlich angesehen hat, kam zu dem Ergebnis, dass wir mit 8.000 bis 10.000 DM zu rechnen hätten, wenn er persönlich die Begutachtung vorgenommen hätte. So aber hätten wir die Zusage seines Bruders für 6000 bis 6500 DM zu der er jetzt stehen müsste..

Plumps, das war der Stein der uns vom Herzen fiel.
 

Probleme gibt es allerdings doch noch, denn die Windschutzscheibe müsste vor dem Lackieren ausgebaut werden, das geht aber nur, wenn wir einen neuen Dichtgummi auftreiben können. Also geht die Telefoniererei wieder los, von Berlin über Hamburg nach Bottrop, sämtliche 404 Freunde wurden angerufen, keiner hat was. Die letzte Hoffnung war das Peugeot Museum in Sochaux. Ein Fax hin, ein Fax zurück, leider wieder nichts, aber eine Adresse in der Champagne. Jetzt war wieder  Hugos Arbeitskollegin gefragt, zwecks Verständigung der französischen Sprache. Aber leider, auch diese Adresse erwies sich als die Falsche....Was nun? ??

Oliver fiel noch eine Adresse in Paris ein und zwar der 404 CCL - Club des Michel Verdier, also ein Anruf nach  Frankreich und wir wurden an Jean-Rene Reteaud in Louvecinnes verwiesen der den Frontscheibengummi hat, aber nur an Clubmitglieder abgibt. So schnell sind wir noch nie in einen Club eingetreten um an ein Ersatzteil zu kommen. Nach einem sechs Seiten langen  Fax, das auch den Aufnahmeantrag beinhaltete, mussten wir per Euro-Scheck den Mitgliedsbeitrag und den Scheibengummi mit 770 Francs bezahlen.

Innerhalb einer Woche, es war der 24.April 1998 war das Paket aus Frankreich da. Gott sei Dank, diese Hürde war auch genommen. Sofort fuhren Hugo und Oliver zum Lackierer, machten aber in Seligenstadt einen Zwischenstopp, um sich die Einbauanleitung in der Werkstatt übersetzen zu lassen, damit die Frontscheibe auch wieder richtig eingebaut werden kann. Inzwischen steht das Auto ja schon fünf Wochen beim Lackierer, aber allzuviel ist noch nicht gemacht worden. Ob der Termin Mitte Mai eingehalten werden kann???


Nun ja, es sind noch viele Schweißarbeiten notwendig gewesen, das hält auf. Mehrere Ecken wurden aufgezinnt, neue Bleche an den Kotflügeln eingeschweißt und die Lampentopfaufnahme vorne rechts instandgesetzt. Das komplette Auto wurde mit Rostgrund grundiert.



In der Zwischenzeit haben wir die Lampentöpfe und die Stoßstangenhalter sandstrahlen  lassen und nun werden sie kunststoffbeschichtet. Beide Armlehnen waren ziemlich verschlissen, sie wurden von uns aufgebaut, gespachtelt, geschliffen und mit Leder neu bezogen.



 

So langsam gehen die Reinigungs- und Ausbesserungsarbeiten dem Ende zu, damit alles einbaufertig ist, wenn wir das Cabrio lackiert zurück bekommen.

Nun gönnten Hugo und ich uns eine Woche Lago Maggiore ohne Schrauben und Blech, nur mal zum Ausruhen und um Kraft zu tanken für den Endspurt. Vom Urlaub zurück, fuhren wir gleich zum Lackierer um zu sehen, ob das Cabrio schon lackiert ist.

Ein freudiger Schreck durchfuhr uns, da stand das Cabrio fertig lackiert in all seiner Pracht, silbern glänzend. Nach eingehender Begutachtung fanden wir hier und da noch einige kleine Fehler die ausgebessert werden mussten und auch wurden.

 

Am  12. Mai 1998 wurde uns das Cabrio nach Hause gebracht. Bei strahlendem Sonnenschein kam die Farbe “gris metallic“ voll zur Geltung, denn in der dunklen Halle beim Lackierer wirkte die silberne Farbe etwas grau und trist. Jetzt heißt es, Ärmel hoch krempeln und los. Alles was im Keller lagert muss auch wieder eingebaut werden

Wo fangen wir am besten an ? Augen zu und durch.
 

zum 10. Teil - hier ab dem 04. Oktober 2013
 

 

Die 12 Teile der Geschichte:

Von Januar - Dezember 2013 an jedem ersten Freitag im Monat ein neuer Teil

1. Teil 2. Teil 3. Teil 4. Teil 5. Teil  6. Teil
7. Teil 8. Teil 9. Teil 10. Teil 11. Teil 12. Teil
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